Schöne Reise – 700 Jahre Häuserpreise

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So wie die Brötchen immer teurer werden so können auch Hauspreise nur steigen. Daher ist zur Hausfinanzierung jeder Kredit gerechtfertigt. So oder so ähnlich klingt der Kern vieler Gespräche zum Thema Immobilien. Auch bei anderen Anlagen geht man von mindestens tausendjährigen Aufwärtstrends aus.

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Good Morning Kanada!

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Die letzten 20 Jahre hatten einige Immobilienblasen zu bieten. Die Auswirkungen des Zusammenbruchs waren beim US-Markt auf Grund der Abhängigkeit vieler Finanzprodukte von den Hauspreisen und Cash Flows am größten. Die größten Preissteigerungen fanden und finden jedoch andernorts statt…

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Zinsanstieg? Die falschen Fragen

Jeden Tag flattert vielen Haushalten ein Stapel Finanzpost in den Briefkasten. Was tun, wenn die Zinsen noch lange so niedrig bleiben? So lautet derzeit eine beliebte Frage an die Verbraucher. Dabei muss für viele Menschen die wichtige Frage ganz anders lauten…

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Der frühe Vogel fährt das Risiko zurück

Der anhaltende Druck auf die Rohstoffpreise verursacht nun auch in Kanada erste größere Risse in der kreditfinanzierten Scheinwelt ewigen Wachstums…

Wie in Australien hängt auch die Stabilität der kanadischen Wirtschaft wesentlich von den Notierungen des Öls und der Erze ab. Der rasche und deutliche Rückgang des Ölpreises sorgt für grundlegende Veränderungen der wirtschaftlichen Situation des Landes und der zukünftigen Entwicklung.

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Land unter hinterm Deich

Der Rückgang der Hauspreise in südlichen Ländern der Eurozone hält unvermindert an. Weitgehend unbeachtet fallen aber auch in den Niederlanden die Immobilienpreise mit rasantem Tempo. Für das Gesamtjahr erwartet die Rabobank einen Rückgang von 6% und sieht keine Besserung im kommenden Jahr. Den hochverschuldeten Niederländern stehen schmerzhafte Zeiten bevor…

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Schlechte Karten für Crocodile Dundee

Abwärts immer ist derzeit das australische Zinsmantra. Die letzte Zinssenkung der australischen Zentralbank um ein halbes Prozent ist ein weiteres Zeichen dafür, wie angespannt die Situation down under ist. Der Versuch, einen heiß gelaufenen Immobilienmarkt gesund zu spritzen, wird auch in Australien nicht gelingen. Richtig spannend wird es für Bürger und Banken dann, wenn der nur noch schwach glänzende Lack der Rohstoffexporte stärkere Risse bekommt…

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Alles U.K.?

Lange Zeit schweifte der Blick von uns, den ungebildeten und augenscheinlich nur fürs grobe Handwerk taugenden Teutonen, neidisch gen Westen. Von dort aus erteilten die modernen, ganz auf Finanzdienstleistungen und kreditfinanziertem Konsum aufgebauten Nationen unbescheiden der Welt gute Ratschläge.

Ein kleines Land im Atlantik hat sich diesen Ratschlägen folgend bereits selbst versenkt und harrt seither in der Büßerbank der Erlaubnis zum EU Beitritt. Wer, wie Island, darauf hofft, dem muss es wahrlich schlecht gehen. Immerhin freut sich der sicherheitsbewusste deutsche Sparer, der nun seine auf Hochzinstagesgeldkonten verdampften Gelder nicht in Kabeljau ausgezahlt bekommt. Vielleicht bekommt unser risikoaverser Investor demnächst noch ein paar Euros aus seinen sicheren Lehmanpapieren zurückerstattet. Prima, das Geld kann dann, nachdem er ja jetzt sicher weiß, dass es letzten Endes kein Risiko gibt, die Moneten wieder anlegen. Pakistanische Nachranganleihen sollen ja derzeit günstig zu haben sein. Falls die Herren dort dann nicht zahlen wollen, muss die Bundeswehr halt kurzfristig und unbürokratisch die deutschen Sparguthaben am Indus verteidigen und sich dem Inkasso widmen. Wenn man schon mal in der Nähe ist…

Aber was machen eigentlich die Urheber des ganzen Spektakels? Was ist los im Land in dem Milch und Honig fließen, die Häuserpreise niemals fielen, die Fertigungsindustrie nur noch Anschauungswert hatten und viele fußkalte WCs mit feinem Teppich ausgestattet sind. Auf der Insel ist doch sicher alles U.K., oder?

UK in Seenot

Nun, irgendwie scheint es der ehemals stolzen britischen Wirtschaft ein bisschen wie der ebenfalls ehemals stolzen britischen Flotte zu ergehen. Mittlerweile ist man schon dazu übergegangen, die nächste Stufe des Kredit-Karma zu erklimmen. Mit vereinter Anstrengung hebt man nun das Haushaltsdefizit um zumindest hier in der Weltspitze mitzumischen.

Her Majesty’s Treasury ist weder bei der Neukreditaufnahme, noch bei der Bereitstellung von Daten geizig, also her mit den Bildern!

UK Budgetsaldo

Zur Festigung des angeblich schon in den Staatlöchern kauernden Jahrhundertaufschwungs hat die Finanzagentur der Queen mal die Spendierhosen übergestreift. Der längerfristige Vergleich zeigt eindrucksvoll, wie übrigens auch bei vielen US amerikanischen Daten, dass es bereits gegen Ende der 80er Jahre mal ein bisschen eng wurde. Die aktuelle Situation stellt allerdings an Fiskalabenteuern alles Gesehene in den Schatten. Das Versprechen, es, „sobald es wieder aufwärts geht“, mit der Haushaltsdisziplin ernster zunehmen, ist nur noch als Beleidigung derjenigen zu betrachten, an die man das Versprechen richtet. In einem Falle allerdings, könnten die Damen und Herren der britischen Treasury das Gelöbnis doch noch einhalten. Wenn es nie wieder aufwärts gingen, müsste man auch nichts zurückzahlen. Der Bürger sollte angesichts dieser Aussichten allerdings kaum in Jubelarien ausbrechen.

Ach, der Bürger. Den hätten wir beinahe vergessen. Wie sieht’s denn aus im Vereinigten Hausbesitzerkönigreich? My home ist my castle (finanziert durch Bradford & Bingley…), so prangt es auf vielen alten Holzsouvenirs, die über so manchem Kamin hängen. Die vermeintlich günstigen Finanzierungen mit sehr geringen bis nicht vorhandenen Kreditvergabestandards bei privaten Hypotheken fallen den Instituten jetzt auf die Füße. Steigende Verzugs- und Ausfallraten sind die Folge. Da man bei den Banken ja dazu übergegangen ist, Kredite als Binärvariable zu betrachten und die zwischenzeitlichen Abschreibungen einfach mal weglässt, wird es bei einer zu erwartenden Verstetigung der Ausfallraten ein böses Erwachen geben. Wie es so ist, wird an der Sache dann das Überraschende sein, dass die Überraschung für überraschend viele Marktteilnehmer überraschend sein wird.

Ein Blick auf die Entwicklung der Hauspreise (Gesamt UK) zeigt, dass eigentlich noch gar nicht allzu viel passiert ist.

Hauspreise in Großbritannien

Das liegt zum großen Teil an der Neigung von Immobilieneignern, erst einmal abzuwarten, solange ein Verkauf nicht unbedingt durchgeführt werden muss. Wenn es eine größere Zahl von Anbietern dann doch zu sehr zwickt, kommen die Ask-Preise von ganz alleine nach unten. Ein Punkt, der den Druck vieler Besitzer aus einem interessanten Winkel beleuchtet ist das sogenannte „negative equity“. Das bedeutet, dass der aktuelle Preis eines Hauses tiefer liegt als der ausstehende Kredit. Eine nicht gerade erstrebenswerte Situation, wie man sich leicht vorstellen kann. Es ist sicher wenig unterhaltsam, einen Kredit zu bedienen, während das kreditfinanzierte Asset dauerhaften Preisrückgängen ausgesetzt ist. Trotz des bisher nicht gerade katastrophalen Rückgangs der Immobilienpreise ist hier schon eine erschreckend hohe Anzahl an Finanzierungen unter Wasser.

Großbritannien negative equity

Es stellt sich natürlich die Frage, wie sich die Kennzahlen entwickeln werden, wenn die Preise für Wohnimmobilien erst einmal so richtig ins Schwimmen geraten. Für die Zentralregion Großbritanniens sollte das ein besonders übles Erwachen geben.

Aber es gibt auch eine gute Nachricht. In wirtschaftlich kargen Zeiten zeigt sich angeblich der Trend, weniger in Urlaub zu fahren, und stattdessen mehr Geld im Baumarkt auszugeben um das eigene Heim zu verschönern. Für Millionen britischer Klos könnte das einen neuen Teppich bedeuten, und das kann man sich nur wünschen.