Wahl in der Niederlanden: Verlierer triumphiert, Gewinner verliert?

Schon die Berichterstattung vor der Wahl in den Niederlanden war von zeitgemäßer Plattheit bestimmt. Nun lernt der Medienkonsument ein paar neue Interpretationen. So „triumphiert“ Mark Rutte (-5,2%), es „verliert“ Geert Wilders (+3%) und es wird ignoriert die PvDA, eine Art niederländischer Sozialdemokraten mit einem Minus von satten 19%. Bemerkenswert.

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Apparatschiks über alles!

Seit der laienhaft umgesetzten Einführung des Euro hören die Bürger Europas vor allem Durchhalteparolen. Europa über alles ist das Schlagwort, wobei der Fokus auf dem politischen ausufernden Apparat Europas und nicht auf einer fortschrittlichen Entwicklung der Realität liegt. Man könnte auch sagen: Apparatschik über alles…

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Die Banken, die schaffen das

Frei nach der bundesdeutschen Vorzeigeschweigerin ist auch in der Finanzbranche der Satz „Wir schaffen das“ auf dem Vormarsch. Zum Thema Negativzinsen äußerte sich der Chef des Filialgeschäftes der Deutschen Bank und sagte „Bei uns nicht“. Wie lange diese Aussage Gültigkeit hat, sagte er nicht.

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Einer ist immer der Loser

Vor einigen Jahren veröffentlichte die Europäische Kommission ein Papier mit dem Titel „Längere Lebensarbeitszeit durch Rentenreformen“. Während so mancher weiterhin unbeeindruckt seine studentischen Politikträume zu verwirklichen versucht, schreitet die Realität munter in die Gegenrichtung voran…

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Mach den Tank noch einmal voll!

Während die Medien sich im Versuch der einseitigen Geschichtsauslegung üben, denkt so mancher Bürger vermutlich schon an die kommenden Öl- und Gasrechnungen. Den Tank noch einmal so richtig voll machen könnte sich als gute Idee erweisen. Das zumindest legt der Blick auf die globalen Energieströme nahe …

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Der schöne Schein

Die Bürger bekommen täglich ihre mediale Dosis Europa serviert. Offenbar genießen die Bewohner Deutschlands so viele Vorteile von unermesslicher Pracht, dass sie laufend darauf hingewiesen werden müssen. An vorderster Stelle steht zumeist der Hinweis auf die gefühlt tausendjährige Demokratie, beziehungsweise das, was davon übrig ist…

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Aus Freude am Sparen

In einfallslosen Werbefilmchen fahren freudig erregte Autobesitzer durch eine stets staufreie Landschaft. So sehr den bezahlten Darstellern die Spritztouren gefallen mögen, so widerspenstig zeigt sich die umworbene Zielgruppe. Nicht nur in Südeuropa laufen die europäischen Konsumenten den Herstellern in Scharen davon…

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Keine Kohle, aber Vollgas fahren

Das Geschacher um die Art und Weise der griechischen Staatspleite überlagert das grundsätzliche Problem des europäischen Finanzsektors. Der Kontinent hat zu große Banken mit zu wenig Eigenkapital. Geradezu erschreckend ist der hohe echte Hebel im Vergleich zu den Werten der US-Banken. Die europäischen Institute haben samt und sonders beide Füße auf dem Gaspedal, aber die Krone des europäischen Hebelkönigs geht nach Deutschland …

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Von Finnen und Wahrheiten

Der Vorsitzende der True Finn Party (Perussuomalaiset, Herr Soini, äußerte sich kürzlich offenherzig im Wall Street Journal zu den öffentlichen Stützungen des Bankensektors und technisch insolventer Staaten. Die Aussagen der privaten und GEZ-finanzierten Medien hingegen orientieren sich bezüglich politischer Aussagen wie so oft allein am Muster der Platitüden vom „Linksruck“ oder in diesem Falle vom „Rechtsruck“…. Das ist schade, denn wie so oft gehen – entweder aus Unwillen oder Unfähigkeit – bei dieser sehr oberflächlichen Betrachtungsweise einige durchaus lesenswerte Aussagen zum Themabail-out unter.

Werfen wir einen Blick auf die Aussagen von Timo Soini.

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Staatswirtschaft

Die Kreditverluste der Finanzinstitute der vergangenen Jahre belaufen sich mittlerweile auf mehr als $1700 Milliarden. Erste, schon damals äußerst fragwürdige Schätzungen aus dem Jahr 2007, die größtenteils von Volkswirten und Zentralbanken emittiert wurden, sind vollkommen zerbröselt worden. Auch vor einigen Jahren gab es, das wollen wir nicht unerwähnt lassen, viele Stimmen, die schon damals vor Verlusten in einer Höhe warnten, wie sie bisher tatsächlich eingetreten sind. Diese Warnungen wurden jedoch abgetan, oft sogar verlacht und mit Thesen wie „the subprime crisis is contained“ und entsprechenden Aussagen von Ben Bernanke und Vertretern offensichtlich eher marketinglastiger Analyseabteilungen zahlreicher Finanzinstitute gekontert. Ob es schlichtes Unvermögen war oder der Zwang der in Häusern herrscht, die dem stetigen Verkauf von Finanzprodukten ihre Existenz verdanken, lassen wir an dieser Stelle einmal dahingestellt.

Fakt sind jedoch die massiven Fehleinschätzungen der damaligen Situation. Diese führten nicht selten dazu, dass Menschen trotz der Erfahrungen der Vergangenheit den entsprechenden Institutionen Vertrauen und ihr Erspartes entgegenbrachten. Nun stehen sie vor oft bitteren Resultaten. Dies alles sollte bei der Einschätzung der Aussagekraft der täglich durch die Medien geisternden Beurteilungen der heutigen Lage nicht verdrängt werden, so schmerzhaft es auch sein mag.

Welch gigantischen Flurschaden die ach so „begrenzte subprime Krise“ und die allgemeinen Verwerfungen an den Kreditmärkten und in den Bankbilanzen bis dato hinterlassen haben, ist in Grundzügen allgemein bekannt. Vor allem durch die positiven Entwicklungen an den Finanzmärkten in den letzen drei Quartalen des vergangenen Jahres scheint es aber bereits wieder zu teilweisen Gedächtnisverlusten zu kommen. Die Banken schreiben schwarze Zahlen, da stehen die viel zu geringen Rücklagen für kommende Kreditverluste oder das doch arg zaghafte Verhalten bei Abschreibungen auf Kredite nur dem gewünschten Kollektivoptimismus im Weg. Auch die Erzählungen über die famose Rückzahlung von Staatsmitteln einiger Banken erwecken den Anschein, alles sei wieder im Lot.

Schauen wir daher heute einmal nach, wie sehr sich denn der Staat wirklich auf dem Rückzug befindet. Die Vermutung, private Eigenkapitalgeber hätten in einer beispiellosen Jagd auf günstige Anlagen das Ruder und das Risiko wieder in die eigenen Hände genommen, erscheint doch ein bisschen zu schön um wahr zu sein. Ein Blick auf die Kapitalgeber, die in den letzten Jahren den gebeutelten Instituten im Rahmen von Kapitalerhöhungen Bares überlassen haben, ist in der Tat aufschlussreich.

Kapitalgeber USA

Kapitalgeber Europa

Der Blick auf die Statistiken für europäische und amerikanische Finanzinstitute offenbart den edlen Spender. So kam in Amerika mehr als die Hälfte aller Eigenkapitalmittel von Onkel Sam. Auch in Europa zeigt sich ein ähnliches Bild. Sehr interessant ist die nur marginale Beteiligung von Staatsfonds (Sovereign Wealth Funds). Erinnern Sie sich noch, wie vor gar nicht allzu langer Zeit diese Vehikel als Retter der Finanzwelt gefeiert wurden? Ein Blick in einige der teils öffentlich zugänglichen Aufstellungen der Investments dieser Fonds zeugt nicht selten von eher unglücklichen Händchen bei der Auswahl der Anlagen. Dies ist sicher nicht immer allein der Unfähigkeit eines speziellen Managers geschuldet, wenn man dies natürlich auch nie ausschließen darf. Vielmehr wird aber der politische Einfluss, der Name Staatsfonds kommt ja nicht von ungefähr, zu Investments geführt haben, die eher auf polischen Opportunitäten als auf rein ökonomischen Erwägungen basierten. In der Regel ist die politische Einmischung in Investmentstrategien so erfolgreich wie Doppelspitzen in Unternehmensführungen oder die Expansionen deutscher Konzerne in den USA.

Es geht auch anders. Das Beispiel Asien zeigt, bei zugegebenermaßen bisher vergleichsweise mäßigen Verlusten, die augenscheinlich weiterhin bestehende Möglichkeit privates Kapital anzuziehen.

Kapitalgeber Asien

Der Anteil des über private Kapitalmaßnahmen (public offerings) eingebrachten Mittel liegt bei 95,4%. Der Beitrag der Staaten ist marginal, Staatsfonds haben sich bisher gänzlich zurückgehalten.

Die Verlagerung von Teilen der von Banken gehaltenen Risiken auf die einzelnen Staaten ist ein schlichter Risikotransfer. Die Märkte sind sich dessen bewusst und reagieren erwartungsgemäß mit einer Konvergenz der Risikoprämien für vorrangige Banktitel und Staatspapiere. Der Chart zeigt die Verläufe der CDS Spreads des iTraxx senior financial Index und des SovX CDS Index für westeuropäische Staatsrisiken.

senior Bank und Sovereign CDS Spread

Nach einer Atempause im vergangenen Jahr haben die CDS Spreads für Staaten die entstandene Lücke wieder geschlossen. Der Markt folgt hier der Logik der vorgenommenen Maßnahmen. Der Chart zeigt deutlich, wie das Risiko nicht verschwindet sondern lediglich den Aufenthaltsort wechselt. Ein gelöstes Problem stellt sich anders dar.

Erreicht wurde mit all den staatlichen Stützungsmaßnahmen, die oft zu absurd überhöhten Konditionen durchgeführt wurden (siehe seinerzeit die Commerzbank), ein Zeitgewinn. Das wird wohl auch das primäre Ziel gewesen sein, denn niemand wird ernsthaft annehmen, die Strukturen wären in ihrem jetzigen Zustand auch nur annähernd dazu in der Lage, wieder wie vor einigen Jahren zu agieren. Ob das allerdings überhaupt wünschenswert ist, darf ruhig hartnäckig hinterfragt werden.

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