Vereinzelter Handel

fish market

Die Abhängigkeit der US-Wirtschaft vom Konsum ist geradezu sprichwörtlich. Damit sich alle in Konsumlaune fühlen wird fleißig am Vermögenseffekt geschraubt. Um alle Konsumwünsche auch umgehend bedienen zu können, wurde in den Staaten ein unermessliches Einkaufs-Disneyland geschaffen. Immer weitere Teile dieser schönen bunten Welt verdienen sich derzeit einen Platz in einer ungeliebten Kategorie: Überkapazitäten…

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Keine Dollars? Dann wird’s brenzlig!

Seit einigen Wochen steigt die Anspannung in den EU-Banken. Nachdem man die Suche nach einem Geschäftsmodell aufgegeben hat kümmert man sich nun um seine Dollarverbindlichkeiten. Wer die vergangenen Jahre nicht zum Aufräumen seiner Bilanz genutzt hat, dem bleibt wohl erneut nur die Hoffnung auf eine Rettung durch die Zentralbanken.

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Ein ignorierter Koloss

Der Fokus vieler Marktbeobachter liegt auf den meist nichtssagenden Äußerungen verschiedener Zentralbankmitarbeiter. Während die EZB immer noch munter alles tut, was angeblich nötig ist (wozu auch immer), versucht die Fed aus einer sich rasch abschwächenden Wirtschaft, der von einigen erwarteten Zinserhöhung und der selbst verursachten Bewertungsmisere an den Finanzmärkten eine halbwegs verdauliche Speise zuzubereiten.

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Stoßgebete aus dem Zinstempel

Für die Halter von Anleihen waren die letzten Jahre überaus angenehm. Pensionskassen, Versicherungen und Fonds durften sich über hohe und zumindest in diesem Jahr von vielen nicht einmal im Traum erhoffte Gesamterträge freuen. Die kommenden Jahre werden für diese Anleger ernüchternd ausfallen...

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Warum der starke Euro zu schwach ist und umgekehrt

Wer sich am Wochenende auf die Jagd nach Ausverkaufspreisen im Sommerschlussverkauf macht, der sollte wissen, welche Sorgen dies dem Dienststellenleiter der europäischen Notenbank bereitet. Sinkende Preise sorgen den großen Vorsitzenden auf seinem langen Marsch ins Nirgendwo..

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Das leise Scheitern der Abenomics

Mit großem Jubel wurden und werden die „Anstrengungen“ des japanischen Regierungschefs Shinzo Abe um die Zerlegung der Währung gefeiert. Auch das offensichtliche Scheitern der Abenomics ändert nichts am geistlosen Jubel. So schaut man staunend zu, wie statt den Exporten die Importe nach oben klettern …

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Banken im Dollar-Loch

Bei den Begriffen Dollar und Loch denkt der eine oder andere sicher eher an mögliche Schwierigkeiten der US-Währung als an turbulente Zeiten für europäische Banken. Das Loch, das die hiesigen Banken fürchten müssen ist aber ein gewaltiges Problem, handelt es sich doch um einen Mangel an Dollars.

Vielfach sind Diskussionen um Währungen bestimmt von Begriffen wie „Wachstum“ oder „Verschuldung“. Diese spielen natürlich im gesamtwirtschaftlichen Kontext langfristig eine Rolle, denn sie beeinflussen wie viele andere  Variablen den Kern jedes Marktes: Angebot und Nachfrage.

Das Verhältnis eines Währungspaares wird ebenso von diesen beiden Elementen geprägt, wie der Kurs einer Aktie oder der Preis einer Wurstsemmel. Und ein existenzbedrohender Mangel treibt naturgemäß die Preise in die Höhe. Viele europäische Banken stehen vor einem zumindest kritischen Mangelzustand an US-Dollars, unabhängig davon, ob sie mit einem steigenden oder fallenden Kurs des Greenbacks rechnen. Sie müssen schlichtweg US-Dollar Kredite refinanzieren. Ein Blick auf die folgende Grafik zeigt, dass es sich bei diesem Problem um ein einseitiges handelt.

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Australien – Die Uhr tickt

Es ist schon erstaunlich, wie lange es oft dauert, bis ein Richtungswechsel der wirtschaftlichen Entwicklung sich in der allgemeinen Wahrnehmung wiederfindet. Ein gutes Beispiel für eine generell sehr wohlwollende Darstellung der Situation findet sich in Australien. Neben den im Verhältnis zu den Einkommen arg hoch angesetzten Preisen der Wohnimmobilien, die langsam aber sicher anfangen zu sinken, zeigen auch die Unternehmen down under klare Ermüdungserscheinungen.

Die Katastrophe in Japan wird neben allem anderen Elend auch deutliche Auswirkungen auf die australische Wirtschaft haben. Gut ein Fünftel der australischen Exporte gehen in den asiatischen Inselstaat. Hier ist mit Verwerfungen zu rechnen, wenn auch das endgültige Ausmaß noch in den Sternen stehen. Bei allen Wiederaufbaufantasien, die bereits jetzt hoffnungsfroh durch die Presse geistern, bleibt festzuhalten, dass das japanische Schatzamt schon seit Jahren nicht auf Rosen gebettet ist. Dabei wäre allein mit einer Stabilisierung der Ökonomie schon viel erreicht, wenn auch den Menschen vor Ort natürlich noch viel mehr zu wünschen ist.

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Ja geht denn das?

Im US Staat Michigan breiten sich derzeit Münzen aus, die allen Versuchen, sie als Fälschung zu deklarieren, bisher gut trotzen konnten. Es handelt sich um Parallelwährungen, Medaillen ohne offiziell akzeptierten – also staatlich genehmen – Währungscharakter aber mit Edelmetallkern, die mittlerweile auch dem Sender NBC die ein oder andere Sendung wert waren. Wir bleiben im Folgenden auf Grund des offensichtlichen Währungscharakters übrigens bei der Bezeichnung Münze.

Die Standardmünzen sind aus Silber, aber auch Gold und Kupfermünzen (nicht ganz so edel) für Kleinbeträge setzen sich an Tankstellen, in Lebensmittelgeschäften oder auch Restaurants durch. Bei Wal-Mart dürfte die Zahlung aber  weiterhin schwierig werden, hier regieren nach wie vor die Plastikkarten, in regionalen Systemen aber wächst die Akzeptanz.

Einige Klassiker sehen so aus.

Liberty Dollars

Aber es gibt durchaus auch zahlreiche andere Gestaltungsmöglichkeiten.

I want my money back!

Ein Beispiel aus den mehr als 150 in der Regel lokalen Alternativwährungen in den Vereinigten Staaten sind die so genannten Liberty Dollars. Bekannt sind hier vor allem diejenigen, die das Konterfei des Präsidentschaftskandidaten Ron Paul zieren, aber es gibt eine reichhaltige Auswahl. Besonders auf die Nerven geht den Herren der offiziellen US Währung seit jeher die Benutzung des Begriffes Dollar auf den Stücken.

Die dahinter stehende Organisation Norfed (“National Organization for the Repeal of the Federal Reserve Act and the Internal Revenue Code”) emittierte Stücke in einer Reihe von Denominationen, u.a. $1, $5, $10, and $20 in Silber und $500 in Gold. Das offizielle Ziel war es, eine Alternative zum nicht gedeckten US Dollar anzubieten, die jeder der mag als Zahlungsmittel verwenden kann. Freunde macht man sich mit diesem Ansatz nicht, wie die Erfahrungen von Schöpfern anderer, vergleichbarer Währungen zeigen. Die Internetseite, die sich im Zeitraum 1998 – 2006 mit dem Vertrieb der Liberty Münzen beschäftigte, wurde übrigens per gerichtlicher Anordnung geschlossen.

Der Unterschied zu anderen lokalen Währungen ist die Metalldeckung. Andere Alternativen haben z.B. die Einheit „hours“. Sie definieren sich so quasi als eine Art “Arbeitszeitspeicher” und Zeittauschmittel, wenn man so will. Während andere Alternativwährungen oft für eher lokale Zwecke gedacht sind, war es von Beginn an das Ziel der Unterstützer des Liberty Dollars, eine bundesweite Akzeptanz zu schaffen.

Nun gab es nicht wenige, die ein Verbot der Münzen selbst anstrebten und die Verwendung als Zahlungsmittel unter Strafe stellen wollten. Dem steht aber der an sich unselige „Coinage Act“ von 1965 im Wege.

Eigentlich ist dieses Papier dafür bekannt, dass die damals noch offiziellen Silbermünzen geschnitten wurden. Der Silberanteil der US Münzen sank damals von 90% auf rund 40%. Die letzte Prägung des half dollar mit 90%igem Silberanteil trägt übrigens das Antlitz des Präsidenten Kennedy.

Der Schnitt liest sich im Original, das übrigens sehr lesenswert ist,  recht unspektakulär:

(1) A half dollar (…) shall be composed of an alloy of eight hundred parts
of silver of a silver-copper alloy of such fineness that the composition of
each coin shall be four hundred parts of silver and six hundred parts of
copper out of each one thousand parts by weight.

So schnell geht das. Bekanntermaßen hat man sich mittlerweile von der Silberverarbeitung in den normalen US Dollarmünzen vollständig verabschiedet. Das Beibehalten auch winzigster Edelmetallmengen hätte sicherlich nur zu einem lästigen Bremseffekt bei den zahlreichen von der FED maßgeblich unterstützten Blasenbildungen geführt. Sollte die Zersetzung des Geldsystems so voranschreiten wie bisher, dann reicht es demnächst sicher nicht einmal mehr für die Anteile an Nichtedelmetallen. Da kann der Weg dann über Kunststoffmünzen direkt zum reinen Digitalgeld führen. Fälschungssicherheit, einfacher Umgang, geringes Gewicht – ganz wie Sie wollen, das Argument zur Lage wird nicht lange auf sich warten lassen. Wie wäre es mit einem digitalen Zeitstempel, der das Geld mit einer Fälligkeit versieht? Husch, husch, an die Konsumtheke!

Man könnte es wohl eine Ironie des Schicksals nennen, dass sich im gleichen, oben zitierten Schrieb auch der Passus zur Akzeptanz von Zahlungsmitteln findet, auf den sich heute die Freunde der Liberty Dollars berufen.

Auf den Seiten des US Schatzamtes, in der beliebten Frageecke, liest sich dies mit Bezug auf den Coinage Act von 1965 wie folgt:

The pertinent portion of law that applies to your question is the Coinage Act of 1965, specifically Section 31 U.S.C. 5103, entitled “Legal tender,” which states: “United States coins and currency (including Federal reserve notes and circulating notes of Federal reserve banks and national banks) are legal tender for all debts, public charges, taxes, and dues.”

This statute means that all United States money as identified above are a valid and legal offer of payment for debts when tendered to a creditor. There is, however, no Federal statute mandating that a private business, a person or an organization must accept currency or coins as for payment for goods and/or services. Private businesses are free to develop their own policies on whether or not to accept cash unless there is a State law which says otherwise.

So wird also ein Schuh draus. Anstelle eines möglichen Verbotes der Alternativwährungen offenbart sich eine Freiheit bezüglich der Akzeptanz der Federal Reserve Notes. Diese „echten“ Dollars müssen gar nicht akzeptiert werden, sie sind halt generell akzeptiertes Zahlungsmittel für die oben genannten Zwecke. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Steuern wird der US Bürger demnach weiterhin in US Dollar zahlen müssen. Beim Tanken darf er – wenn die Tankstelle dies so akzeptiert – auch mit Liberty Dollars oder Kauri Muscheln zahlen.

Da sind wir mal gespannt, wie lange das so bleibt.

P.S.: Der oben erwähnte halbe Dollar mit dem Konterfei Kennedys hatte eine Zusammensetzung von 90% Silber und 10% Kupfer. Der innere Wert dieser Münze liegt heute bei rund $6,50. Das macht 5,7% Wertsteigerung pro Jahr. Nicht schlecht, oder? Und alles ohne Zinsen…

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