Branchenprimus mit primären Auflösungserscheinungen

Probleme bei der Deutschen Bank. Was macht der HAN Konzern?

Die Aktie der Deutschen Bank hat sich von ihrem Allzeithoch mittlerweile rund 80% entfernt. In dieser trostlosen Entwicklung sind die Dividendenzahlungen bereits enthalten, Steuern und etwaige Kosten nicht. Im Vordergrund räumt der Vorstandschef Cryan kräftig auf, im Hintergrund wirken deutlich dubiosere Spieler. Wieder aufgetaucht ist in diesem Spektakel auch ein alter Bekannter, der ehemalige Gesundheitsminister Rösler…

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DAS ist eine Abwertung!

Während auf allen Kanälen fleißig über die „Abwertung“ des chinesischen Renminbi schwadroniert wird, fallen andernorts die Währungen gleich mehrere Stockwerke herab. In Anlehnung an den Messerwitz aus „Crocodile Dundee“ darf man fragen: DAS soll eine Abwertung sein?

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Alles verheizt bei der Kohle?

Kohle ist auf dem besten Wege das Erdöl als Energieträger vom ersten Platz zu verdrängen. Abseits des weltweiten Ausbaus der nicht fossilen Energieerzeugung steigt der Konsum Jahr für Jahr weiter an. Den Aktien der Kohleförderer hat dies bisher noch nicht geholfen...

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Eisenharter Preisverfall

Der Preis für Eisenerz hat sich seit dem Preishoch vor drei Jahren fast halbiert. Erstmals seit längerem schaute der Preis kürzlich wieder unter die Marke von 100 Dollar pro Tonne, was für Sorgenfalten bei den Eisenerzproduzenten sorgen dürfte …

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Panik-Curry in Neu-Delhi

Die Schwäche der Währungen einiger Schwellenländer ist ein logisches Resultat der in den letzten vier Jahren sichtbaren Abschwächung der ökonomischen Situation in den betroffenen Ländern. In Asien gerieten die Märkte auch in stabileren Ländern wie Malaysia auch Thailand unter Druck…

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Von Kaufkraft keine Spur

Bei vielen Diskussionen zu Wirtschaftsthemen reibt der Normalbürger sich verwundert die Augen. Banken wissen nach eigenem Bekunden nicht, was ihre Assets wert sind. Gleichzeitig beteuern sie, auf ausreichend Eigenkapital zu hocken. Seltsam. Auch die Zentralbanken sorgen für Unterhaltung, sind sie doch gerade dabei, die Inflation in einer Mischung aus Marketing und medialer Gehirnwäsche als etwas Positives darzustellen.

Nach sechzig Jahren der Predigt anders lautender Thesen kein leichtes Unterfangen. „Verlieren Sie Kaufkraft!“ ist ein Satz, der leider auch durch Wiederholung nicht attraktiver klingt. Die Steigerung der Assetpreise ist eines der offen genannten Ziele des US Fed Vorsitzenden Bernanke. Die Inflation sieht er eher als eine Art ruppigen Gehilfen, der zwar ab und zu über die Stränge schlägt, an sich aber ein guter Kerl ist. Die Deflation sei viel schlimmer, da müsse man halt mit den unangenehmen Seiten des aggressiven Kollegen leben. Unabhängig von der persönlichen Einschätzung jeweiliger Gefahren ist das schon eine sehr aufschlussreiche Sicht der Dinge.

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Spekulanten oder Wassermangel?

Sind es „Spekulanten in London“, die für die Anstiege der Preise für Agrargüter sorgten? Oder sind wir allgemein zu viele Menschen und die Äcker und Zisternen ausgequetscht? Die steigenden Preise an den Agrarmärkten stellen für viele Menschen auf dem Planeten eine existenzielle Bedrohung dar. So dürften viele, von westlichen Politkern gerne mit dem Siegel „Freiheitsbewegung“ versehene Unruhen, eine wichtige Ursache in der schwieriger und teurer werdenden Lebenshaltung haben.

Teil1!

Teil2!

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China – Mit geliehenem Vollgas

Die Freude, die im Westen bei jeder chinesischen Wachstumsbotschaft ausbricht, wird nur noch vom Glauben an jede noch so skurrile ökonomische Kennzahl übertroffen. Die angerichtete Konjunkturspeise wird dann – erstaunlicherweise vor allem von westlichen Politkern – mit einem unfassbaren Vertrauen in eine Planbarkeit von Wirtschaftsprozessen garniert. Selbst der Bau leerstehender Städte durch die chinesischen Großplaner wird so zum Aushängeschild einer blühenden Marktwirtschaft.

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Weiches Betongold in China

Im laufenden Jahr sind die Anleihen chinesischer Immobilienentwickler nicht besonders gut gelaufen. Fast alle rentieren deutlich zweistellig und glänzen auch in 2010 mit einer schlechten Performance, so notiert beispielsweise ein callable der KAISA Group bei mehr als 17%. Eine Neuaufnahme von Kreditmitteln ist auf diesem Niveau ein zweifelhaftes Vergnügen. Ohne frisches Geld wird es aber nicht gehen, denn die angefangenen Projekte wollen beendet werden und der Kapitalhunger ist angesichts des anhaltenden Expansionsdranges in den Provinzen enorm. Dabei orientiert sich diese Ausweitung der Baumaßnahmen nicht selten eher an der Investmentnachfrage als an der vorhandenen Nachfrage nach Wohnraum. Denn ob die zahlreichen im Bau befindlichen Projekte auf eine sich belebende wirkliche Nachfrage treffen, darf bezweifelt werden.

Die Leerstände steigen auch in Städten wie Peking deutlich an. Die jüngsten Berichte von teils deutlich zweistelligen Einbrüchen der Preise für gewerbliche Flächen – zu denen auch Mehrfamilienmietshäuser zählen – sind ein ernstzunehmendes Signal kommender Schwierigkeiten. Die laufende Entwicklung kann für das Bankensystem in China schnell problematisch werden. Die Anleihen der Entwickler deuten wie erwähnt keine rosigen Zeiten an, dabei stellen diese Papiere seit Jahren einen ständig wachsenden Anteil der in US Dollar emittierten Papieren im asiatischen Raum (ohne Japan).  Im laufenden Jahr hat der dortige Anteil der chinesischen Immobilienentwicklern an allen US Dollar Unternehmensanleihen laut Bloomberg satte 45% erreicht. Angesichts der aktuellen Renditen sollte die Emissionstätigkeit aber einen Dämpfer erhalten. Falls nicht, dann ist man entweder äußerst optimistisch oder äußerst knapp bei Kasse.

Das Problem ist kein theoretisches und kann die chinesischen Banken schnell vor schwierige Aufgaben stellen. Mit in der Dschunke sitzen diejenigen Institute anderer Länder, die den oft auf den Caymans ansässigen Finanzierungsfirmen Geld geliehen haben, oder die entsprechenden Anleihen am Markt erworben haben. Wer sein Fremdkapital derart teuer auftreiben muss und laufenden Refinanzierungsbedarf hat, der braucht neben guten Kontakten eine solide Geschäftsbasis, um auch einen finanziellen Regenschauer überstehen zu können.  Ob dieses stabile Fundament bei den in der Vergangenheit zumindest auf dem Papier erfolgten absurden Preisanstiegen chinesischer Immobilien vorliegt? Es darf gezweifelt werden. Einen Regenschauer aber, den wird es geben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Aktienkurse chinesischer Immobilienfirmen. Viele sind in Hong Kong gelistet, haben ihren Geschäftsschwerpunkt aber in Mainland China.

Preise hoch, Aktien runter? Irgendwas ist faul

In Anbetracht der Jubelarien, die auch in den westlichen Medien nicht selten aufbranden, sobald es um China und die blendenden Zukunftsperspektiven geht, erstaunen die desolaten Kursverläufe der gelisteten Papiere. Zieht man die Fremdkapitalkostender Unternehmen in Betracht und schaut sich an, wie weit sich die Preisniveaus in China von dem entfernt haben, was für die Menschen vor Ort auch nur halbwegs erschwinglich ist, so klärt sich das Bild allerdings.

Neben den offenbar beginnenden Preisrückgängen im gewerblichen Bereich signalisiert die zunehmende Austrocknung des Marktes nahende Schwierigkeiten bei der Abwicklung neuer Geschäfte. So wird derzeit von einem Rückgang des Transaktionsvolumens in Höhe von 70% ausgegangen. Für die Preise gehen erste Schätzungen von einem Minus in Höhe von rund 30% aus, ein Wert der allerdings deutlich zu optimistisch sein dürfte. Das gilt vor allem, wenn man sich vor Augen hält, dass die Preise angeblich monatlich mit zweistelligen Wachstumsraten angezogen haben. Nach einem solchen in den offiziellen Statistiken ablesbaren Anstieg, der sich über einige Quartale hinzog, wäre selbst eine Halbierung noch eine mehr oder weniger mäßige Korrektur. Ein solcher Verfall für die Aktien und  Anleihen der Unternehmen keine Sommerbrise auslösen. Man wird sehen, ob den Firmen in China der Bankrott erlaubt ist, oder ob dieser – wie es ja der Westen im Finanzsektor vorexerziert – nur bis zu einer bestimmten Größe genehm ist.

Der chinesische Staat, dem komischerweise trotz aller gescheiterten planwirtschaftlichen Versuche auch viele Westler zutrauen, eine Wirtschaft tatsächlich „planen“ zu können, läuft Gefahr, ein Opfer seiner eigenen gespaltenen Wirtschaftspersönlichkeit zu werden. Das Land ist auf dem Weg zum Transferleistungsweltmeister (von den Städten aufs Land) und versucht, die ständig drohenden sozialen Unruhen durch finanzielle und polizeiliche Mittel im Zaum zu halten. Die planwirtschaftlichen Experimente, wie etwa der den Banken auferlegte Zwang zur Kreditvergabe, ein gemessen am BIP weltweit die Spitze haltendes Konjunkturpaket und die mittlerweile ausgeführten Bremsversuche am Immobilienmarkt führen auf Dauer vermutlich nur in die Verwirrung. Allein der Versuch, den Konsum zu stützen und simultan den Immobilienmarkt zu bremsen, zeugt von einer gewissen Hilflosigkeit, die bei den drohenden sozialen Spannungen aber durchaus nachvollziehbar ist. Die Verbindungsstränge zwischen einzelnen Teilen einer Volkswirtschaft lassen sich aber mit oder ohne Druck nicht wegplanen. Die Geister des Immobilienmarktes, die im „Land der Mitte“ gerufen wurden, sind offensichtlich schwer abzuschütteln. Zumindest werden diese nicht verschwinden, ohne tiefe Spuren zu hinterlassen.

Als unbestritten darf wohl die Entschlossenheit der chinesischen Dienststellenleiter gelten, die Konjunktur auch weiterhin mit massiven Geldmitteln zu stützen, wenn es knirscht. Die von den chinesischen Kommunen über Finanzierungsvehikel vom Staat aufgenommenen Mittel sollen sich bereits jetzt auf etwa $800 Mrd. belaufen. Das Geld floss zum großen Teil in Landentwicklungs- und Immobilienprojekte, so dass auch das Wohl und Wehe der Staatsfinanzen zu einem nicht geringen Teil direkt am Häusermarkt hängt. Zur Einordnung, die ach so niedrige externe Verschuldung Chinas wird laut Bloomberg mit etwas mehr als $400 Mrd. angegeben, die Gesamtverschuldung mit etwas mehr als $800 Mrd. Die interne Verschuldung über die Finanzierungsvehikel ist also in der gleichen Größenordung und somit durchaus beachtenswert.

Auch von der Industrie kommen vermehrt Klagegesänge. Gerade der Einbruch der weltweiten Konsumnachfrage, von dem sich viele Branchen nach wie vor nicht annähernd erholt haben, setzt der chinesischen Exportindustrie zu.

Handelssaldo China

Zum Vergleich die deutsche Handelsbilanz, der unterschiedliche Verlauf in der Krise ist frappierend.

Handelssaldo BRD

Nicht gerade hilfreich für die Freunde des Exports war die schlussendlich logische Entwicklung der teils deutlich steigenden Löhne. Lange wurde versucht, diese unten zu halten. Auf Dauer ist dies nicht möglich, was den Chinesen allerdings bekannt ist. Für die Bevölkerung ist das so lange gut, bis die Arbeitsplätze auswandern.  Diese Verlagerung einfacher Arbeiten in Länder mit noch niedrigeren Standards ist seit Jahren auf dem Vormarsch und wird weiter anhalten. Ob Firmen wie Apple wegen der höheren Löhne bei Foxconn langfristig auf Margen verzichten wird, wenn der aktuelle Medienrummel einmal nachlässt?

So ist zwar ein stärkerer Fokus auf die Binnenwirtschaft bei einem Land von der Größe Chinas durchaus nichts generell Schlechtes. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die binnenländische Nachfrage in den letzten Jahren derart stark werden konnte, dass sie die massiven Investitionen rechtfertigt, die mit dem Ziel getätigt wurden, Produkte auch in großem Stil an internationale Nachfrager zu verkaufen. Angesichts des auch im weltweiten Vergleich immer noch sehr niedrigen mittleren pro-Kopf Einkommens der Menschen in China scheint ein derart schneller Wechsel zu einer strukturell stabilen, auf Inlandsnachfrage basierten Ökonomie doch sehr unwahrscheinlich. Ein schwacher Immobilienmarkt und eine Bankenkrise kämen den Wirtschaftslenkern auch aus diesem Grunde mehr als ungelegen.

Das Land der Mitte hat natürlich weiterhin finanziellen Spielraum, an vielen Stellen auch deutlich mehr als so manch westlicher Konkurrent. Die Probleme, denen sich die Chinesen stellen werden müssen, sind nichtsdestotrotz enorm. Aber auch für diese Situation gibt es im fernen Osten zumindest eine Weisheit. Die vielzititerte Meinung „wenn sie Geld brauchen, dann schmeißen die halt ihre Treasuries auf den Markt“ ist hier wenig hilfreich, denn stabilisierend wäre eine solche Aktion sicherlich für beide Seiten nicht.

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Lukas gehen die Kohlen aus

Meine Damen und Herren, es ist soweit, und es ging einfacher als gedacht. Der Staffelstab ist übergeben und offizielle Stellen bekunden: Der Retter ist gefunden. Die neue Lokomotive der Weltwirtschaft heißt China, und zwar ab sofort! Tusch, bitte!

China Lokomotive

Vielerorts war zu lesen, „Shiao Normalchinese“ strecke jetzt mit seinem erklecklichen Beitrag zum chinesischen Binnenkonsum den Strohhalm aus, nachdem doch alle so gerne greifen würden. Nun denn, schauen wir doch einmal auf ein paar Kennzahlen und Entwicklungen aus dem chinesischen Lokschuppen, da muss es ja vor Erfolgen nur so strahlen! Und Gewinne werden da doch sicher auch eingefahren, oder?

Profit der chinesischen Unternehmen

Ach, die Gewinne der Industrieunternehmen sinken. Na, das ist ja wirklich mal eine Überraschung, das ist ja wie daheim. Man könnte auch, wenn man etwas realistischer wäre, sagen, die Gewinne sind im freien Fall. Green shoots scheinen also auch im Land des langen Marsches nicht zu sprießen, gegen diese Gewächse scheint sich wirklich alles verschworen zu haben.

Schauen wir doch lieber andernorts nach. Mal sehen, wo sich etwas bewegt. Vielleicht bei den Importen und Exporten?

China Importe Exporte

Na so was, beide Segmente sind kollabiert. Herzliche Grüße vom Welthandel. Aber, seien wir ehrlich, auch das kann nicht wirklich überraschen. Der Export liegt am Boden, denn die Importe der ehemaligen Profiteure des schuldeninduzierten Wachstums sind weggebrochen. Die Importe verringern sich schon allein durch sinkende Rohstoffimporte aber natürlich auch durch wegfallende Investitionsgüter. Wo soll man die auch hinstellen, bei den aktuellen Überkapazitäten?

Der Witz des Ganzen, nun soll der Binnenkonsum in China nicht nur Chinas Wirtschaft retten, was durchaus möglich ist, sondern gleichzeitig noch die Weltwirtschaft aus dem Schlamm ziehen. Mit Verlaub, aber das ist ein nicht haltbarer Blödsinn und lässt jegliches Gespür für die aktuelle Ausgangslage vermissen. Das Pro-Kopf BIP in China liegt laut IWF bei ca. $5963, das ist, um ein Gefühl für den Level zu bekommen, ungefähr 60% tiefer als der Vergleichswert der Weltwirtschaftsmacht Botswana. Selbst in Weißrussland und Kasachstan, auch nicht gerade die zukünftige ökonomische Giganten, liegt diese Kennzahl doppelt so hoch. Der Reichtum der wenigen hübsch aufgemachten Küstenstädte Chinas täuscht hier genauso über den Gesamtzustand hinweg, wie die edlen Kaminzimmer in der Zentrale von Merrill Lynch über deren desolate Bilanz. Da ist der Ofen allerdings schon aus. Einen Platz vor China rangiert übrigens Kiribati.

Ein Blick auf die Einzelhandelsumsätze in China und die durch die massiven Konjunkturprogramme aus dem Ruder laufende Geldmenge.

China Geldmenge und Konsum

Eines wird angesichts der Werte klar, die Umsätze im Einzelhandel sind massiv angestiegen, beim Binnenkonsum tut sich wirklich etwas. Trotzdem gingen die Werte unlängst zurück (wohlgemerkt, die Anstiegsraten) obwohl derzeit parallel eine extreme Ausweitung der Geldmenge vonstatten geht, die natürlich nicht direkt den Konsum ankurbelt, aber über Liquiditätsinjektionen bzw. Stützungsprogramme auf indirektem Wege allein über den Erhalt der Systemstabilität eine positive Auswirkung hat. Zudem gibt es auch in China reine Ankurbelungen wie etwa eine Art Abwrackprämie und ähnliches. Frei nach dem Konzept des abnehmenden Grenznutzens lässt sich so etwas nicht ewig fortsetzen (auch wenn dieses Experiment gerade in den USA durchgeführt zu werden scheint). Die Frage ist, wie lange die Konsumenten und der Staat dieses Tempo durchhalten können. Die Zeit vor dem großen letzten Schwung, der derzeit noch nachhallt, kann einen ungefähren Eindruck vom möglichen – konservativ geschätzten – Rückschlagspotential vermitteln.

Dies alles soll nicht bedeuten, dass es keine Investmentchancen in China oder im asiatischen Raum gibt, weit davon entfernt. Wir wollen nur darauf hinweisen, dass auch dort das Potenzial begrenzt ist. Nicht vergessen werden dürfen etwas der gigantische Überhang an Gewerbeimmobilien sowie die selbst für Westler beeindruckende Höhe an öffentlichen Transferleistungen zur Erhaltung des sozialen Friedens.

Zum Abschluss ein Blick auf den Aktienindex Shanghai Composite und den Vertreter desjenigen Landes, dem in den 70er und 80er Jahren die uneingeschränkte wirtschaftliche Vorherrschaft zugeschrieben wurde: Japan. Es bleibt abzuwarten, ob dem aktuellen Lokomotivführer nicht auch auf halbem Wege die Kohlen ausgehen.

Nikkei versus Shanghai Composite

Wie sagte einst „der Kaiser“ so schnell, sicher und falsch? Der deutsche Fußball wird auf absehbare Zeit unschlagbar sein.

So kann man sich irren.