Im ökonomischen Fantasialand

Der Finanzmarkt ist eine wundervolle Arena, in der zu jeder Zeit die passenden Gäule ihre Kreise im Zelt drehen dürfen. Bis zur Jahrtausendwende waren dies die Zinsklepper. Sinkende Langfristrenditen und damit steigende Bonds und Aktien ließen viele Investoren in einem Glanz erscheinen, zu dem Sie genauso wenig beigetragen haben, wie die Milchkühe zur Eierausbeute eines Landwirts. Auch Machthaber aller Herren Ländern sonnten sich im Lichte eines Fantasieaufschwungs, zu dem sie nur durch dauerhafte Kreditaufnahme beisteuerten. Keine Meisterleistung…

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Erst raten, dann beraten

Beraten und verkauft, so lautet der Titel eines Buches über eine der bekannteren Beraterfirmen. Kontakte zur Branche pflegt die Politik allen oft gigantischen Misserfolgen zum Trotz. Vorschläge zu möglichen Restrukturierungen Griechenlands durfte kürzlich das Unternehmen Roland Berger auftischen. Doch lesen Sie selbst…

Die für die Öffentlichkeit verfügbaren zusammengefassten Vorschläge der Firma, die auf den arg bemüht wirkenden Projekttitel „EURECA“ hören, scheinen mehr der Fantasie denn der Welt des Realistischen zu entspringen.

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Schulden-Altmeister im Erregungszustand

Ein hochverschuldeter Nachbar hat seine Vorteile. Ist man selbst geringer verschuldet, steht man im Vergleich gut da. Dennoch empfiehlt sich die Befolgung des alten Ratschlags: „Ein jeder kehre vor seiner Tür, und rein ist jedes Stadtquartier.“ Zu fegen gibt es auch vor den Toren der Posada Alemania genug.

Seit den 60er Jahren steigen die Schulden der Bundesrepublik kontinuierlich an. Auch das Bruttoinlandsprodukt wuchs und gedieh, konnte aber mit der Geschwindigkeit der  roten Zahlen nicht ansatzweise mithalten. Werfen wir einen Blick auf die längerfristigen Verläufe beider Zeitreihen.

Die Grafik zeigt seit Mitte der 90er Jahre beide Verläufe, einmal mit und einmal ohne den Erblastentilgungsfonds. Eines lässt sich auf den ersten Blick erkennen. Die Kosten des Beitritts der DDR für alles Ungemach der deutschen Schuldenlast verantwortlich zu machen, greift deutlich zu kurz, wie auch die folgende Grafik zeigt.

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