US Banken: Stand der Dinge

Die Zahl der Bankenpleiten in den USA wächst Woche für Woche. Seit Januar 2008 rufen im Schnitt zwei Institute den Insolvenzverwalter. Von einer Erholung oder gar einer Umkehr des Trends ist nichts zu sehen. Der Blick auf die Basis der von Banken gemeldeten Zahlen macht klar, warum das so ist.

Marktbeobachter versuchen oft, die offenkundigen Probleme Eigenkapitalmangel und Liquiditätsengpässe mit den von den Banken vermeldeten Ergebnissen unter einen Hut zu bringen. Der Sektor mache doch in den Staaten laut Bankenaufsicht seit März 2010 per Saldo wieder Gewinne, da sollte doch der Druck nachlassen. Das ist nicht der Fall, der Sektor hält das Tempo hoch. Irgendwas scheint mit den Erträgen nicht zu stimmen.

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Käpt’n Loss – Verluste machen leicht gemacht

Die Zeit heilt alle Wunden heißt es. Anfang 2010 schrieben wir über bestehende und kommende Probleme bei Schiffsfonds. Ein Jahr später, im Jänner des laufenden Jahres waren angeblich griechische Käufer aggressive Käufer auf dem Schiffsmarkt. Jetzt sitzen die Schnäppchenjäger mit deutschen Besitzern geschlossener Schiffsfonds in einem Boot, das in Verlusten versinkt…

Die Berichterstattung verbreitete den Duft des Optimismus…

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Alle raus!

Viele internationale Großanken verkündeten in den vergangenen Wochen massive Stellenstreichungen. Den größten Brocken warf der Koloss HSBC in den Ring. Die Bank will bis zum Jahr 2013 rund 30.000 Arbeitsplätze abbauen, das sind rund 10% der Belegschaft. Nur zu!

Da viele Banken deutlich überbesetzt sind, in Deutschland kann man auch bei größeren Instituten oft von einem Überhang von 30% – 50% des Personals ausgehen, werden diese Schritte nur die ersten auf einem langen und schwierigen Marsch sein…

Wer sich nicht selbst in der Branche tummelt, ist oft überrascht über die hohen Mitarbeiterzahlen vieler Banken. Von innen ist das Bild ebenfalls erstaunlich. Viele Institute haben einen aufgeblähten Überbau zugelegt – in einfachen Zeiten war dies auf Grund der hohen eingefahrenen Renditen kein Problem. Vor allem im semi-öffentlichen Sektor blühten vollkommen absurde Vertragsklauseln, so dass es zu den sprichwörtlichen Versorgungsverträgen kam. Die meisten Banken in Deutschland können es sich auch auf Grund dieser vertraglichen Altlasten im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten, Stellen abzubauen. Das ist leider unabhängig davon, ob der entsprechende Arbeitsbereich sinnvoll ist oder nicht.

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Verbotene Zone

 Nicht viel fällt derzeit in die Kategorie guter Long-Positionen. Wer in unsicheren Zeiten auf eine sichere Wette aus ist, kann immerhin auf vermehrten Aktionismus setzen. Die Hektik schwingt in Phasen großer Nervosität routiniert das Zepter. Verunsicherte Entscheider suchen auf die Schnelle nach vermeintlich Verantwortlichen, um sie schnurstracks an den Pranger zu stellen…

 Ansätze struktureller Lösungen haben schlechte Chancen, Eingang in Diskussionen zu finden. Wie sollte es anders ein? Wer Eigenkapital, Ratings und Staatsverschuldung durcheinanderbringt, verliert leicht die Übersicht.

 Der Short-Seller ist alle Jahre wieder einer der Hauptverdächtigen der verwirrten Großstrategen . Wer etwas verkauft, was er gar nicht hat, der bietet sich bei Reden auf dem Marktplatz als Sündenbock natürlich geradezu an. Da gibt’s kein Pardon und das gewohnte “Bündel an Maßnahmen” wird eilends geschnürt.

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