Lerne, leste, leiste was…

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der schöne Satz „Erfahrung ist die beste Schule, aber die teuerste“ geprägt. Gerade im Finanzwesen ist Erfahrung durch nichts zu ersetzen. Die schmucke Sammlung angelsächsischer Finanzzertifizierungen ist in der Regel eher als Wandschmuck denn als praxisrelevantes Wissen geeignet. In der heutigen Zeit bemühen sich zahlreiche private Bildungseinrichtungen, zumindest was die Kosten angeht, zur Erfahrung aufzuschließen.

In den USA hat dies mittlerweile bereits Tradition… Während Begriffe wie Leistung hierzulande durchaus abweichend interpretiert werden – der eine meint sie müsse sich wieder lohnen, der andere fragt, wo sie zu beantragen sei – haben viele US-Amerikaner das Sprüchlein „erst lerne, lese, leiste was, dann haste, kannste, biste was“ nicht nur gelernt sondern verinnerlicht. Die Realität fügt den Lehrgängen der privaten Universitäten seit einigen Jahren allerdings die wichtigste Lektion hinzu. Erfahrung. Nur weil etwas immer teurer wird, muss es sich noch lange nicht lohnen.

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Elite im Peinlichkeitsrausch

Wie lange es wohl noch dauern mag, bis die Damen und Herren aus der Politik begreifen, dass sie den Menschen in der Regel dann den größten Gefallen tun, wenn sie schweigen. Was alleine in den vergangenen Tagen an offenkundigem fachlichem Unwissen ans Licht kam war bemerkenswert…

Immerhin erklären die Wissensdefizite die Zähigkeit, mit der an seltsamen Behauptungen festgehalten wird. Aus Hessen erreichten Nachrichten vom dortigen Ministerpräsidenten Bouffier die Redaktionen der Welt. Dort sprach der Regierungschef auf dem International Bankers Forum und scheiterte kläglich beim Versuch Kritik und Sachkunde unter einen Hut zu bringen. Wir wollen die Leser nicht mit der Masse an Kauderwelsch belästigen, aber ein Satz des Mannes ist auch vor dem Hintergrund der EU sehr interessant! Und zwar folgender…

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Von Banken und Franken

Franken und Yen-Hypotheken waren bis vor kurzer Zeit noch der Renner, wenn es um Kredite ging. Wer so einen Kredit in einer dieser Währungen aufgenommen hat, der versteht auch, warum eine Währung trotz negativer Zinsen munter weiter steigen kann. Die gefährliche Gemengelage erklärt auch die hektische Betriebsamkeit der Schweizer Nationalbank…

Banken haben einiges mit der Modebranche gemein. Um davon abzulenken, dass ein Pullover immer ein Pullover ist, wird dem Produkt neben einer wechselnden Farbgebung gerne auch mal ein neuer Name geben. Wie die Strickjacke zum Cardigan, so gibt es alle paar Jahre den unvermeidlichen “Olympia-Basket” mit Aktien von Turnhosen-Fabrikanten. Kommt noch ein einseitige Risikobetrachtung und ein “Zinsvorteil” ins Spiel so wird auch die schnöde Baufinanzierung zum spannenden Produkt. Besonders beliebt: Hypotheken in Schweizer Franken und japanischen Yen. Und der Zahltag rückt näher.

Nachdem bis in den Herbst 2010 viele Vermögensverwalter, darunter zahlreiche in Österreich,  etwa das „Durchtauchen“ empfahlen, also zum Festhalten am Fremdwährungskredit stehen zigtausende europäischer Kreditnehmer vor dem Trümmerhaufen derartiger finanzieller „Ratschläge“.

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Australisches Feuer

Der Absturz einiger ach so günstiger Aktienmärkte sollte auch der unsäglichen „China-Fantasie“ einen leichten Dämpfer verpasst haben. Die Kursverläufe der Zykliker deuten zumindest auf teilweise wieder eingeschaltete Gehirne hin. Im Windschatten des Wandels des Landes der Mitte von der Gelben Gefahr zum ökonomischen Heilsbringer, dem man jede abstruse Statistik abnimmt, bewegte sich Australien lange Zeit kraftsparend und unbeobachtet im Windschatten der Beobachtung…

Wir berichteten über eine Anhäufung von Hinweisen auf eine Wende in der wirtschaftlichen Entwicklung Australiens. Seither geschah einiges. Die Australische Zentralbank veröffentlichte kürzlich Daten, die nichts anderes zeigten, als das schlechteste Wachstum seit den 90er Jahren. Das „Wachstum“ war eine Schrumpfung des BIP um 1,2%. Schuld an der Misere sei die Flut, ließen viele Repräsentanten verlauten. Der Teppich der politischen Hilflosigkeit breitet sich auch down under nach dem gleichen Muster aus, wie wir es auf der Nordhalbkugel gewohnt sind.

Hat ein Abgeordneter bei der Suche nach den Problemen die Wahl, so landet der „externe Schock“ stets auf Platz eins. Eine Überbewertung der Entwicklung des Minensektors und die alberne Fortschreibung beobachteter Wachstumsraten verführten viele Beobachter zur Annahme, ein dauerhaft fruchtbares Plateau im Schlaraffenland erreicht zu haben.

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Banken im Dollar-Loch

Bei den Begriffen Dollar und Loch denkt der eine oder andere sicher eher an mögliche Schwierigkeiten der US-Währung als an turbulente Zeiten für europäische Banken. Das Loch, das die hiesigen Banken fürchten müssen ist aber ein gewaltiges Problem, handelt es sich doch um einen Mangel an Dollars.

Vielfach sind Diskussionen um Währungen bestimmt von Begriffen wie „Wachstum“ oder „Verschuldung“. Diese spielen natürlich im gesamtwirtschaftlichen Kontext langfristig eine Rolle, denn sie beeinflussen wie viele andere  Variablen den Kern jedes Marktes: Angebot und Nachfrage.

Das Verhältnis eines Währungspaares wird ebenso von diesen beiden Elementen geprägt, wie der Kurs einer Aktie oder der Preis einer Wurstsemmel. Und ein existenzbedrohender Mangel treibt naturgemäß die Preise in die Höhe. Viele europäische Banken stehen vor einem zumindest kritischen Mangelzustand an US-Dollars, unabhängig davon, ob sie mit einem steigenden oder fallenden Kurs des Greenbacks rechnen. Sie müssen schlichtweg US-Dollar Kredite refinanzieren. Ein Blick auf die folgende Grafik zeigt, dass es sich bei diesem Problem um ein einseitiges handelt.

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Der letzte macht das Licht aus

Diskussionen über Währungen, Anleihemärkte oder gleich das ganze Finanzsystem wirken oft abstrakt. Zum Teil ist dies gewünscht. Wie jede andere Branche hat auch die Wirtschaft für einfachste Zusammenhänge schlau klingende Vokabeln zur Hand, um einen möglichst wichtigen Eindruck zu machen. Die grundlegenden Zusammenhänge sind jedoch oft einfach und nachvollziehbar…

Die aktuelle Debatte über die Währungsunion, einen Erhalt derselben, eine mögliche alternative Zusammensetzung oder gleich eine Abschaffung der Einheitswährung mündet oft in Auseinandersetzungen über das Geld an sich. Ein durchaus interessantes Thema, dennoch wollen wir hier auf einen eher praktischen Aspekt einer möglicher extremen Abschwächung des Euro eingehen.

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