Stress-Test Dummies

Jetzt sind sie draußen, die Ergebnisse des Tests der EBA. Die Untersuchung, die sich – sachlich nicht nachvollziehbar – mit dem Titel “Stresstest” schmücken darf, war denn auch gleich Thema zahlreicher Nachrichten. Ein bisserl wurde gehadert wegen der Landesbank Hessen-Thüringen wegen der Anerkennung einiger öffentlicher Einlagen, aber das war nur ein kleiner Schatten aufs Gemüt einiger Betroffener…

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Voller Eifer wurden sogleich von manch hohem Regierungsbeamten die Ergebnisse als „positives Signal“ gewertet. Darüber mag man wegen der entspannten Stimmung des Wochenendes noch humorvoll hinwegsehen. Schlimm und unverantwortlich ist es aber, wenn Bundesminister äußern, für Deutschland seien somit keine weiteren Anpassungen erforderlich, denn die Banken hätten bereits Kapital stärkende Maßnahmen vorbereitet.

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© Bankhaus Rott

Vertrauen in den Sektor?

Alte Werbesprüche können schon mal für einen unangenehmen Schauer sorgen. Vertrauen ist der Anfang von allem meinte beispielsweise um das Jahr 1995 herum eine Bank aus deutschen Landen. Ein werbetechnischer Einheitsbrei, der dann zu Zeiten der Tech-Blase noch durch das wirklich absolut unwürdige Auch im Internet eine erste Adresse tatsächlich noch bei weitem übertroffen wurde. Erinnern Sie sich noch an die „Bank 24“?

Im Rahmen der mittlerweile im Zweijahresturnus auf den Kopf gestellten Langfriststrategien vieler Banken gehen solche Desaster derzeit unter. Heute noch Investmentbank, dann wieder Privatkundengeschäft, dann beides oder doch nicht und doch wieder ganz anders. In Zeiten, in denen es bereits als Leistung gilt, nur indirekt von Staatshilfen profitiert zu haben, kommt es auf Strategien ohnehin nicht mehr an. Mit dem Vertrauen in die Institute ist es in der BRD nicht sonderlich gut bestellt. Die mangelnde Bereitschaft der selbst ernannten Global Player, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, scheint noch nicht vollends in Vergessenheit geraten zu sein. Vom Global Player blieben nur die Erinnerungen an überforderte Bankchefs, die hilflos in Märkten herumtapsten und die Glanzleistung vollbrachten, keinen einzigen der teuren Fettnäpfe auszulassen. Nicht umsonst ist mancherorts vom silly german money die Rede. Im Rahmen des Trauerspiels um die EU arbeiten Kinderkabinett und EZB darauf hin, in Bälde auch den ganzen Bundeshaushalt in diese Kategorie einzuordnen.

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Das europäische Ratingmonster

Die fünfte Jahreszeit soll uns heute als Beispiel dienen. Helau und Alaaf soll es schallen, denn mit närrischem Treiben muss sich so mancher Vorgang innerhalb der EU in den letzten Wochen und Monaten vergleichen lassen. Für einen der absurdesten Witzgipfel sorgte ein wohl außer Rand und Band befindlicher Abgeordneter, der allen Ernstes meinte, den geschätzten Dänen könnten angesichts einiger Grenzkontrollen die Touristen verlustig gehen. Nun, wenn es nach einem respektvollen Umgang bei der Einreise ginge,  dann dürfte in so manches Land in Übersee schon seit Jahren niemand mehr fahren. Aber der beste Scherz ist nicht gut genug um es mit den Rating-Fantasien der Eurokraten aufnehmen zu können!

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Ein Wunder! Alles wie gehabt.

Nun ist es vollbracht. Griechenland hat noch so viele Schulden wie vergangene Woche.  So sieht eine „Rettung“  im Jahre 2011 aus. Wie man aus der steuerfinanzierten Stützung von Gläubigerbanken und Versicherungen eine „Rettung“ des Schuldners Griechenlands konstruiert hat, ist ein weiterer  Meilenstein im Niedergang der deutschsprachigen Medienlandschaft…

Wer trotz vermutlich körperlicher Schmerzen in den letzten Tagen noch dazu in der Lage war, die teils unfassbaren Kommentare zahlreicher „Experten“ bis zum Schluss zu konsumieren, dem war so einiges an neuer Weisheit beschieden. So wurde die Freiwilligkeit der Banken gelobt, gewiss, sie sei gering, aber es sei schon ein starkes Zeichen. Ein starkes Zeichen? Wofür?

Ein Gläubiger vergibt einen Kredit – niemand hat ihn dazu gezwungen – und vereinnahmt dafür Risikoprämien. Kann der Schuldner nicht zahlen,  dann erfährt der Gläubiger einen Verlust. Das Prinzip ist ebenso alt wie einfach und kommt – an vielen Moderatoren ist diese Tatsache scheinbar vorbeigezogen – relativ häufig vor. Der Kreditausfall gehört zur Kreditvergabe wie der Wind zum Wetter. Das Schlimme ist, dass diese Freiwilligkeit von den Medien munter aufgenommen wird anstatt diese Farce zu hinterfragen. Selbst so genannte Nachrichtenkanäle und Radiosender spielen munter dieses Lied.

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