Negativ, Mr. Bowman!

Die legendäre Antwort des Bordcomputers HAL 9000 im Weltraumepos 2001: A Space Odyssey hatte etwas wunderbar endgültiges. Du bist raus, Bowman! Muss ein ziemlich übles Gefühl sein, außerhalb eines Raumschiffs herumzuschweben und sich mit einem wiederborstigen Bordrechner herumzuschlagen.

Viel einfacher ist es derzeit für eine wachsende Zahl an Menschen in den Vereinigten Staaten auch nicht. Leider ist es aber kein Vergnügen, dass nach albernen 143 Minuten, 5 Litern Popcorn und ein paar Flaschen Bier vorbei ist. Der unangenehme Film einer wachsenden Schicht in den Staaten erfährt jeden Tag eine Fortsetzung. Nachrichten von Banken die – tataaa – wieder Gewinne machen und gar – selbst die FAZ war sich zur Verbreitung dieses Schmarrns nicht zu schade – zum Wachstumsmotor mutiert sein sollen sind Schläge in die Gesichter von mehr als 40 Millionen Menschen im selbst ernannten Wunderland. Heute wollen wir nicht weiter auf die Art und Weise der Erzielung der vermeintlichen Gewinne von Finanzinstituten eingehen. Auch die alberne Rechnung, der Staat habe mit den Rettungsaktionen per Saldo Geld verdient, soll heute nicht erwähnt werden. Die der Realität näher kommende Verlust dürfte nebenbei bemerkt bei rund $125 Mrd. liegen – ohne die unabsehbaren Folgen des monetären Wahnsinns den ein verhinderter Zauberkünstler in der US Notenbank und seine getreuen Abnicker anzetteln.

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Australien – Die Uhr tickt

Es ist schon erstaunlich, wie lange es oft dauert, bis ein Richtungswechsel der wirtschaftlichen Entwicklung sich in der allgemeinen Wahrnehmung wiederfindet. Ein gutes Beispiel für eine generell sehr wohlwollende Darstellung der Situation findet sich in Australien. Neben den im Verhältnis zu den Einkommen arg hoch angesetzten Preisen der Wohnimmobilien, die langsam aber sicher anfangen zu sinken, zeigen auch die Unternehmen down under klare Ermüdungserscheinungen.

Die Katastrophe in Japan wird neben allem anderen Elend auch deutliche Auswirkungen auf die australische Wirtschaft haben. Gut ein Fünftel der australischen Exporte gehen in den asiatischen Inselstaat. Hier ist mit Verwerfungen zu rechnen, wenn auch das endgültige Ausmaß noch in den Sternen stehen. Bei allen Wiederaufbaufantasien, die bereits jetzt hoffnungsfroh durch die Presse geistern, bleibt festzuhalten, dass das japanische Schatzamt schon seit Jahren nicht auf Rosen gebettet ist. Dabei wäre allein mit einer Stabilisierung der Ökonomie schon viel erreicht, wenn auch den Menschen vor Ort natürlich noch viel mehr zu wünschen ist.

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Finanzkrise und keiner fliegt raus?

Wo sind eigentlich in der Finanzkrise die meisten Jobs verloren gegangen? Eigentlich, so sagt der marktwirtschaftliche Verstand, müsste es ja die Unternehmen am stärksten getroffen haben, die ökonomisch ihren mangelnden Sachverstand ausreichend unter Beweis gestellt haben. Mit dem branchenweiten Trend zur technischen Insolvenz sollte es also die Banker erwischt haben. Weit gefehlt…

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Kleinbritannien – Monetäres Sparmenü

Die Kreditvergabe an Unternehmen ist ein interessanter Indikator, wenn es darum geht, die Situation der wirtschaftlichen Basis eines Landes zu interpretieren. Das gilt gerade in Zeiten, in denen Politik und Banken auf ihren Aussagen bestehen, die Verfügbarkeit von Finanzierungen sei unproblematisch. Das mag in der Tat der Fall sein, denn selbst Ramschanleihen lassen sich derzeit wieder problemlos am Markt platzieren…

Wenn es am Angebot nicht liegen kann, die Kreditvergabe in einem Land aber dennoch deutlich schrumpft, so verbleibt eine mangelnde Nachfrage als Ursache. Ein Blick auf die Entwicklung der Kreditvergabe an kleine bis mittelgroße britische Unternehmen zeugt nicht eben von einem Aufschwung.

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Sturmtief an der Algarve

Portugal ist ein wunderschönes Land. Besonders bekannt sind derzeit neben dem seit Dekaden in allen Reiseprospekten abgedrucktem Bild Strand mit Felsen vor allem die Löcher in den Taschen der Banken und des Schatzamtes. Größer als die Refinanzierungssorgen ist offenbar nur der Fundus an Versprechen und irrlichternden Ansätzen, wie mit dem Renditeanstieg umzugehen ist. Dabei ist der eingeforderte Zins nicht die Ursache des Problems sondern Folge einer zerbrechlichen ökonomischen Situation.

Zwei große Probleme sind es, die viele Banken des Landes belasten. Mangelnde Liquidität und mangelndes Eigenkapital. Im Grunde bleibt bei einer derartigen Ausgangslage nur die möglichst ordnungsgemäße Abwicklung. Damit stehen die Banken Portugals natürlich nicht alleine dar, allerdings ist es nicht sonderlich hilfreich, wenn der Staat ebenfalls nicht auf Rosen gebettet ist. Wie bei zahlreichen Banken wäre auch bei einigen Staaten eine rasche Umstrukturierung die sinnvollste Lösung. Sinnvoll ist übrigens in diesem Falle nicht mit schmerzlos gleichzusetzen.

Lassen wir die Banken und die Wunderwelt der Bilanzierung heute einmal beiseite. Eventuell verkündete „positive Ergebnisse“ lösen sich ohnehin meist in Luft auf, sobald der Deckel über der Bewertung des Kredit- und Anlagebuchs auch nur ein wenig gelüftet wird.

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In der Schuldenschlinge

Eine Besonderheit im Vorlauf der aktuellen Krise war die massivste Anhäufung von Schulden in der Geschichte der USA. Umso erstaunlicher ist die Einfallslosigkeit oder schlichte Naivität, die sich in der Hoffnung zeigt, mit neuen Schulden dauerhaft etwas bewirken zu können.

Dabei sind faule Kredite, zu geringes Eigenkapital im Bankensektor und die massive Ausweitung des Kredithebels in weiten Teilen der Volkswirtschaft offensichtlich nicht dauerhaft durchzuhalten. Bei dem Hebel, den viele Bankbilanzen aufweisen, reichen schon vergleichsweise geringe Kreditausfallraten, um das Eigenkapital vollständig aufzuzehren. Durch die laxe Handhabung von Bilanzregeln und die vertrauensselige Reduktion des Blickwinkels auf die unseligen risikogewichteten Assets werden derartige Probleme nicht gelöst. Sie werden lediglich ausgeweitet, die Lösung dabei in die Zukunft verschoben.

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Spekulanten oder Wassermangel?

Sind es „Spekulanten in London“, die für die Anstiege der Preise für Agrargüter sorgten? Oder sind wir allgemein zu viele Menschen und die Äcker und Zisternen ausgequetscht? Die steigenden Preise an den Agrarmärkten stellen für viele Menschen auf dem Planeten eine existenzielle Bedrohung dar. So dürften viele, von westlichen Politkern gerne mit dem Siegel „Freiheitsbewegung“ versehene Unruhen, eine wichtige Ursache in der schwieriger und teurer werdenden Lebenshaltung haben.

Teil1!

Teil2!

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