China – Mit geliehenem Vollgas

Die Freude, die im Westen bei jeder chinesischen Wachstumsbotschaft ausbricht, wird nur noch vom Glauben an jede noch so skurrile ökonomische Kennzahl übertroffen. Die angerichtete Konjunkturspeise wird dann – erstaunlicherweise vor allem von westlichen Politkern – mit einem unfassbaren Vertrauen in eine Planbarkeit von Wirtschaftsprozessen garniert. Selbst der Bau leerstehender Städte durch die chinesischen Großplaner wird so zum Aushängeschild einer blühenden Marktwirtschaft.

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Dr. Debt – Ausflug der Schuldenschüler

Das Bild des amerikanischen Traums war früher vor allem durch das Rührstück “Vom Tellerwäscher zum Millionär“ geprägt. Der Immigrant, der mit nichts außer löchrigen Schuhen an den Füßen an der Freiheitsstatue vorbeisegelte und dann über den Umweg der harten Arbeit in den Olymp des Geldadels aufstieg, war das Muster für ein Land, in dem alles möglich schien. Nun sind zahlreiche derartige Aufstiege dokumentiert, allerdings ist dies anerkanntermaßen nicht der normale Lebensweg in Übersee. Das war früher so und gilt heutzutage umso mehr. Seltene drastische Aufstiege aus dem Nichts sind oft verbunden mit neu eingeführten Technologien und können zahlenmäßig unter der Kategorie statistisches Rauschen verbucht werden.

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Japan – Strukturelles Elend

Im mittlerweile dicht bevölkerten Teich der Länder mit Schuldengrippe dreht ein besonders großer Fisch schon seit längerem seine Runden. In Japan ist das Schatzamt durch jahrelanges hartes Training, hartnäckige Budgetdefizite und zahllose erfolglose Konjunkturprogramme ebenso gewohnt wie die stetig wachsende Staatsverschuldung.

Allen fruchtlosen Maßnahmen zum Trotz wird mit Disziplin und Ausdauer von neuen Konjunkturmaßnahmen, finanziellen Lockerungen und einer „Stabilisierung der Staatsschulden“ gesprochen. Was genau bei absurd niedrigen Zinsen noch gelockert werden soll bleibt offen.

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Her mit den Bonds (und mit dem Geld!)

Die Käufe von Staatsanleihen europäischer Emittenten wie Griechenland, Irland oder Portugal durch die EZB werden gerne schon bei der Verkündigung derartiger Maßnahmen als Erfolg dargestellt. Viele Heilsbringer wähnen dieses Mittel gar schon als Zeichen der Solidarität mit Ländern, die halt ökonomisch nicht ganz so gesund sind. Willkommen im Café Harmonie. Völlig ohne eigenes Zutun sind diese Länder durch böse, unbekannte Mächte und Märkte in den Abgrund gestürzt worden. Eigentlich waren sie bis auf die Schulden, die steigende Arbeitslosigkeit und einen künstlichen Immobilienboom kerngesund.

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Hilflos Inc.

Seine Ziele hat der Cheftheoretiker des Federal Reserve Boards unlängst klar formuliert. Wer noch dachte, es ginge um ein wie auch immer strukturierte Wiederaufbauhilfe für die US-Konjunktur, der sah sich angesichts der Formulierung des großen Vorsitzenden getäuscht. Mal wieder viel zu kompliziert gedacht, alles ist viel einfacher! Die Zentralbank will steigende Aktienkurse und so über den Vermögenseffekt die Wirtschaft ankurbeln. Interessant, interessant. Für so eine einfache Idee hat man sich aber eine Menge verschiedener Projekte einfallen lassen, aber selbst geschaffene Intransparenzen sind ja seit jeher ein beliebtes politisches Stilmittel.

Die große Akzeptanz

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